Altmann und Kühne. Traditionskonfekt aus Wien

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Bekannt für die Lilliputkonfekt - aber auch noch viele andere klassisch österreichische Naschereien gibt es hier

Veröffentlicht am 06. Jänner 2016 von Roman

Altmann & Kühne ist eine Konfiserie in Wien und wurde im Jahr 1928 gegründet. Sie hat sich auf die Herstellung von handgemachtem Miniatur-Konfekt, dem sogenannten „Lilliputkonfekt“, und Bonbons spezialisiert. Diese werden in sehr netten Karton-Verpackungen gesteckt, welche von der Wiener Werkstätte entworfen wurden. Im Geschäft von Altmann & Kühne am Graben, welches 1932 von den österreichischen Architekten Josef Hoffmann und Oswald Haerötl gestaltet wurde, ist seither quasi die Zeit still gestanden. Das Lokal ist bis heute im Originalzustand erhalten und steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Wie in einer Zeitreise kommt es einem vor, wenn man das Geschäft betritt. Hier kann man dann aus den unterschiedlichen Boxen in allen erdenklichen Größen wählen. Darin fein säuberlich verpackt befinden sich diese kleinen Pralinen - ganz abseits von modischem Schnickschnack. Dafür aber gerne in Seidenpapier verpackt. Das dauert alles einen Weile (zum Glück sind die Boxen schon befüllt) und man trifft bei den Besuchern (meist etwas ältere Damen und Touristen) auf einige Kuriositäten.

Auf der hauseigenen Webseite erfährt man: Dass Altmann & Kühne den zweiten Weltkrieg überstanden hat, ist vor allem einer Frau zu verdanken. Frau Mercek, die Herrn Kühne (der vor den Nazis fliehen musste), die Geschäfte weiterführte und das Lokal gegen alle Widrigkeiten der damaligen Zeit verteidigte. Heute erfreut sich das Unternehmen eines Erfolgs, der sich durch die Marktnische in der das Unternehmen arbeitet, begründet. Die Kundschaft ist so bunt wie die Verpackungen der Pralinés: vom Touristen aus Japan bis zur Botschafter-Gattin samt Bodyguard, vom Hollywood-Beau bis zur Gemeindebau-Schönheit ist alles vertreten und alle willkommen.


Jetzt in der Vorweihnachtszeit kann man auch traditionellem Christbaumbehang kaufen. Eingewickelt in buntem und ausgefranstem Seidenpapier. Solche Dinge oder auch in Schokolade getunktes Fondant-Konfekt hatten wir auch immer auf unserem Christbaum. Praktisch, wenn Süßes auch gleich zum Schmuck wird. Und man konnte ohne Probleme jedes Jahr die Farbe wechseln. Von pastell- oder grell-bunt bishin zu diversen Glitzerfolien.


Die leeren Boxen eignen sich auch gut zum Aufbewahren diverser Kleinigkeiten. Wer noch Omas so ab 70 Jahre hat, wird sicher die eine oder andere Box da noch rumstehen sehen.
Am Graben 30, 1010 Wien, Telefon: +43 1 533 09 27
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 18.30 Uhr und Samstag 10 bis 17 Uhr, http://www.altmann-kuehne.at

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